Erweitern ist ein charakteristischer Lieblingsausdruck des jungen Goethe der Jahre 1771-1775; z.B. d.j.G. 2. 40. (zum Shakespearetag): »ich fühlte aufs lebhafteste meine Existenz um eine Unendlichkeit erweitert;« a.a.O. 3. 419 (Klavigo). Möge deine Seele sich erweitern—ähnlich ebenda 377 oben; 3. 305 (Werther) s. Geist zu erweitern; 3. 449 (Prometheus): »Vermögt ihr mich auszudehnen, erweitern zu einer Welt.« (Vergl. dazu F. G. A. S. 518. Z. 2. in einer offenbar Goethischen Rezension: Das Ausdehnen der eignen Existenz—)—Br. 2. N. 266. S. 212 unten (v. 5. Dez. 1774.): »und dieses enge Dasein hier zur Ewigkeit erweitern«. (Vergl. auch die ähnlichen Wendungen Br. 2. N. 88. S. 173. 15 f. d.j.G. 3. 162. Könnt ich doch ausgefüllt einmal u.s.w.)
So wandte man sich in jener fordernden Epoche schließlich an das Genie, »das durch seine magische Gabe den Streit schlichten und die Forderungen leisten würde«. (D.W. T. 3. B. 15. W. 28. S. 340.)
Vergl. Br. 2. N. 266 v. 5. Dez. 1774 S. 212:
Ich zittre nur, ich stottre nur,