[381]

Mit schließlicher Beziehung auf die alte Lesart im F. an unserer Stelle sprach sich G. später also aus: Unsre Naturforscher lieben ein wenig das Ausführliche. Sie zählen uns den ganzen Bestand der Natur in lauter besonderen Teilen zu und haben glücklich für jeden besonderen Teil auch einen besonderen Namen. Das ist Thonerde, das ist Kieselerde! Das ist dies und das ist das! Was bin ich aber nun dadurch gebessert, wenn ich auch alle Benennungen innehabe? Mir fällt immer, wenn ich dergleichen höre, die alte Lesart aus F. ein: Encheiresin u.s.w. Was helfen mir denn die Teile? was die Namen? Wissen will ich, was jeden einzelnen Teil so hoch begeistigt, daß er den andren aufsucht, ihm entweder dient oder ihn beherrscht, je nachdem das allem ein- und aufgeborene Vernunftgesetz den zu dieser, den zu jener Rolle befähigt. Aber gerade in diesem Punkte herrscht überall das tiefste Stillschweigen.

[382]

W. 1. 255.

[383]

Br. vom 21. Januar 1832 an Wackenroder. (Müller, Goethes letzte litterarische Thätigkeit. S. VIII.)