Entzückt, entseelt dahin gesunken!
Zu bemerken ist auch die Änderung des trockenen Schwärmers in den trockenen Schleicher. (V. 169 = 521.) Der Grund liegt wohl darin, daß das Wort in dem hier gebrauchten Sinne dem Dichter selbst nicht mehr geläufig war. Aufschluß gibt Herders im Novemberheft 1776 des Merkur erschienener Aufsatz Philosophei und Schwärmerei. Danach ist der Schwärmer der geistig unselbständige Mensch, der sich für Dinge und Ideen, die grade Mode sind, in eine Art kalter Begeisterung versetzen läßt. »Ein Mensch, der von gesundem Verstande ohne gesunden Verstand, von richtigen Begriffen ohne richtigen Begriff, von ewiger Toleranz mit möglichster Intoleranz spricht, welchen gelinderen Namen kann er sich versprechen als—Schwärmer?« (W. Hempel Bd. 17 S. 302.—)——Vor einigen Jahren redete man von Winckelmanns, Hagedorns, Lipperts Ideen, von Sachen, die man nie gesehen, von Abstractionen des Gefühls, die man nie empfunden;—(S. 103.)—In ähnlicher Weise beginnt nun auch Wagner zu reden.—
Gespr. 2. 71. mit Luden am 19. August 1806.—Vergl. auch E. Schmidt Aufgaben und Wege der Faustphilologie. (Beil. zur allgem. Zeitg. 1891. 119. 2.)
Gespr. 7. 218.