[75] Für den Forschungsreisenden ist das Lichtbildgeräth gewiss unentbehrlich, für den Vergnügungsreisenden eine Last. Allenthalben kann man weit bessere Lichtbilder kaufen. Im Nationalpark von Yellowstone stellte ein Amerikaner den Ausbruch des Bienenkorb-Geisers ein, ohne das überraschende Naturschauspiel mit seinen Augen zu sehen. In Indien sah ich eine Sammlung von Lichtbildern japanischer und indischer Tempel; die Gattin des Amerikaners war auf jedem Bilde zu erkennen, die Tempel viel weniger.

[76] Portugiesen heissen im Osten die Mischlinge, die in den beiden Colonien Macao (China) und Goa (Indien) leben und nur wenig portugiesisches Blut besitzen. Die meisten sind in untergeordneter Stellung, Führer, Aufwärter zu Wasser und zu Lande, Handwerker; wenige Gasthofsbesitzer und Kaufleute, Aerzte.

[77] Die Untersuchung ist eingehend, aber höflich und ehrlich. Wie viel höflicher sind diese Beamten, als die in New-York und in Ala gegen Jedermann und als die zu Paris gegen Reisende, deren Koffer die Aufschrift Berlin trägt? Wie viel ehrlicher sind sie als die zu Konstantinopel, die den Koffer nicht durchwühlen, wenn man ihnen zwei Francs überreichen lässt, oder die zu Smyrna, die unsere Waschgeräthe auf die Strasse packen und darnach Bakschisch heischen?

[78] Die Werke, die ich auf der Seereise, z. Th. auch in Japan, gelesen oder durchgesehen, und denen ich zu grossem Danke verpflichtet bin, sind die folgenden:

1. Handbook f. travellers in Japan by B. H. Chamberlain & W. B. Mason. London 1891.

2. Things Japanese, by B. H. Chamberlain, London 1891. (Geistreich und witzig.)

3. Japanese houses by Morse, London 1888.

4. The real Japan. By H. Norman, London 1892. (Gut, aber eine Partei-Schrift.)

Dazu kamen noch später, zu Hause:

5. Rein, Japan, Leipzig 1881–1886. (Unbestritten das Hauptwerk über Japan.)