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Gnädiger Gott! Du mein himmlischer Wohltäter! Aus der Tiefe meines Herzens steigt mein Dank zu Dir empor, da ich in Freude zurückblicke auf die Zeit, die, noch vor kurzem von mir erwartet, mich mit Bangen erfüllte. Deine Hilfe ist mir nahe gewesen, durch Dich bin ich erlöset und unendlich reicher geworden, da Du ein holdes Kind mir (wiederum) geschenkt hast. (Wieder lausche ich mit Muttersorge und Mutterlust auf seine Atemzüge, wiederum treten die Bilder einer schönen Zukunft vor meine hoffende Seele.) Ich lausche mit nie geahntem Mutterglück auf seine Atemzüge, und die Bilder einer schönen Zukunft treten vor meine hoffende Seele, wenn ich daran denke, daß ich mein liebes Kind erziehen, seine Entwicklung beobachten und leiten und an seinem Gedeihen mich ergötzen soll.
Du weißt es, mein Gott, daß ich meine Pflicht erfüllen, die reinste Mutterliebe betätigen und nicht ruhen und rasten will in der Sorge um das Gedeihen meines Lieblings.
Aber alles menschliche Wollen und Streben reift nur zum Segen, wenn Du, o Gott, Deinen Beistand gibst. Darum flehe ich zu Dir: O, stehe mir bei in meinem Vorsatze. Erhalte mein Kind gesund an Leib und Seele, erhalte auch mich gesund zu seinem Heile, segne auch meinen Gatten, daß er immer in Freude und Fröhlichkeit für sein Haus zu sorgen vermöge. Schenke uns beiden die süße Lust, unser Kind kräftig emporwachsen zu sehen, daß es angenehm sei in Deinen Augen und in den Augen der Menschen. O, wie freue ich mich heute schon der Zeit, daß ich es werde anleiten können, selbst zu Dir zu beten, Dich zu lieben und zu verehren, Dich von ganzem Herzen Vater zu nennen, wie ich Dich Vater nenne.
O sei mir gnädig und bleib in meiner Hilfe. Amen!
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Gebet einer Mutter während der Aufnahme ihres Sohnes in den Bund Abrahams.
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Lob und Preis, Dank und Anbetung widme ich Dir, Allbarmherziger! Du hast mir beigestanden zur Zeit der Not und hast mein Herz erfreut durch Dein himmlisches Gnadengeschenk, da Du (wieder) einen Sohn mir gegeben, und meine Seele (aufs neue) erfüllt hast mit dem Glücke mütterlicher Sorge und mütterlicher Liebe. Und harren auch meiner (wiederum) in der Pflege meines Kindes Kummer und Mühsal hundertfach, so werden sie dennoch tausendfach aufgewogen durch die Lust und das Entzücken, die der Besitz und der Anblick meines lieben Kindes mir bringen muß. Darum bin ich auch in Fröhlichkeit damit einverstanden, daß er nunmehr durch das Opfer seines Blutes aufgenommen werde in den Bund, den Du mit Abraham geschlossen hast. O laß, mein Gott, ihn auch im Geiste und in der Wahrheit ein treues Mitglied dieses Bundes werden, daß er frei und gern sich zu ihm bekenne in der Zeit der Reife seines Geistes. Vor allem aber laß den Begründer des Bundes sein frei erwähltes Vorbild sein. Wie Abraham seinen Blick zu den Sternen erhob, und die Seligkeit des Glaubens an Dich gewann, so möge auch mein Sohn sein Auge zum Himmel erheben in seinen heiligsten Angelegenheiten, und Gottes Walten im Geiste erkennen und im Herzen empfinden. Wie Abraham dem Menschen ein Vorbild wurde, so laß meinen Sohn reif werden, daß auch sein Beispiel geeignet sei, den Irrenden den rechten Weg zu zeigen. Wie Abraham die Neigungen und Wünsche seines Herzens unterdrückt hat, wo es galt, sie Dir zum Opfer zu bringen, so laß auch ihn bereit sein, sich selbst zu verleugnen um seines Gottes willen. So wie Abraham als ein Muster der Nächstenliebe gelebt hat unter seinen Zeitgenossen, so möge auch mein Sohn es werden unter den seinigen, übertrage auch auf ihn den Segen, den Du Deinem Liebling Abraham zugeteilt, daß er selbst ein Segen sei unter den Menschen.
Aber auch das flehe ich, Allbarmherziger! Wie Du warst mit Abraham, dem Vater unseres Volkes, wie Du ihn begnadigt hast mit Glück und Freude, Leben und Wohlsein, so sei auch mit meinem Sohne immerdar. Erhöre mein Gebet, Allgütiger! Amen!