Pätus. Du magst mich beleidigen wie Du willst, ich brauch keine Genugthuung von Dir.
Fritz.
Du beleidigst mich.
Pätus. (rennt auf ihn zu und umarmt ihn) Liebster Berg! Nimm es für keine Beleidigung, wenn ich Dir sage, Du bist nicht im Stande mich zu beleidigen. Ich kenne Dein Gemüth—und ein Gedanke daran macht mich zur feigsten Memme auf dem Erdboden. Laß uns gute Freunde bleiben, ich will mich gegen den Teufel selber schlagen, aber nicht gegen Dich.
Fritz. So gieb Rehaarn Satisfaktion, eh zieh' ich nicht ab von hier.
Pätus.
Das will ich herzlich gern, wenn er's verlangt.
Fritz. Er ist immatrikulirt, wie Du; Du hast ihn ins Gesicht geschlagen—Frisch Rehaar, zieht!
Rehaar. (zieht)
Ja, aber er muß seinen Degen da nicht aufheben.
Fritz.
Sie sind nicht gescheidt. Wollen Sie gegen einen
Menschen ziehen, der sich nicht wehren kann?
Rehaar. Ey laß die gegen bewehrte Leute ziehen, die Kourage haben. Ein Musikus muß keine Kourage haben, und Herr Pätus, Er soll mir Satisfaktion geben—(stößt auf ihn zu. Pätus weicht zurück) Satisfaktion geben. (stößt Pätus in den Arm. Fritz legirt ihm den Degen)
Fritz.
Jetzt seh' ich, daß Sie Ohrfeigen verdienen, Rehaar.
Pfuy!