Haudy. Na, so reden Sie, reden Sie, schwatzen Sie, dafür sind wir ja da, wer verbietet es Ihnen?
Eisenhardt. Was Sie vorhin gesagt haben, war ein Gedanke, der eines Nero oder Oglei Oglu Seele würdig gewesen wäre, und auch da bei seiner ersten Erscheinung vielleicht Grausen würde verursacht haben. Eine Hure wird immer eine Hure. Kennen Sie das andere Geschlecht so genau?
Haudy. Herr, Sie werden es mich nicht kennen lehren.
Eisenhardt. Sie kennen es von den Meisterstücken Ihrer Kunst vielleicht; aber erlauben Sie mir, Ihnen zu sagen, eine Hure wird niemals eine Hure, wenn sie nicht dazu gemacht wird. Der Trieb ist in allen Menschen, aber jedes Frauenzimmer weiß, daß sie dem Triebe ihre ganze künftige Glückseligkeit zu danken hat, und wird sie die aufopfern, wenn man sie nicht drum betrügt?
Haudy. Red ich denn von honetten Mädchen?
Eisenhardt. Eben die honetten Mädchen müssen zittern vor Ihren
Komödien, da lernen Sie die Kunst, sie malhonett zu machen.
Mary. Wer wird so schlecht denken.
Haudy. Der Herr hat auch ein verfluchtes Maul über die Officiers. Element, wenn mir ein anderer das sagte. Meint Er Herr denn, wir hören auf Honettehommes zu sein, sobald wir in Dienste treten.
Eisenhardt. Ich wünsche Ihnen viel Glück zu diesen Gesinnungen.
Solang ich aber noch entretenierte Mätressen und unglückliche
Bürgerstöchter sehen werde, kann ich meine Meinung nicht zurücknehmen.
Haudy. Das verdiente einen Nasenstüber.