Pirzel (faßt ihn an die Hand mit viel Energie). Woher kommt's, Herr Pfarrer? Daß die Leute nicht denken. (Steht auf in einer sehr malerischen Stellung, halb nach der Gruppe zugekehrt.) Es ist ein vollkommenstes Wesen. Dieses vollkommenste Wesen kann ich entweder beleidigen, oder nicht beleidigen.
Einer aus der Gesellschaft (kehrt sich um). Nun fängt er schon wieder an?
Pirzel (sehr eifrig). Kann ich es beleidigen, (kehrt sich ganz gegen die Gesellschaft) so würde es aufhören, das Vollkommenste zu sein.
Ein andrer aus der Gesellschaft. Ja, ja, Pirzel, du hast recht, du hast ganz recht.
Pirzel (kehrt sich geschwind zum Feldprediger). Kann ich es nicht beleidigen—
(Faßt ihn an die Hand, und bleibt stockstill in tiefen Gedanken.)
Zwei, drei aus dem Haufen. Pirzel, zum Teufel! redest du mit uns?
Pirzel (kehrt sich sehr ernsthaft zu ihnen). Meine liebe Kameraden, ihr seid verehrungswürdige Geschöpfe Gottes, also kann ich euch nicht anders als respektieren und hochachten, ich bin auch ein Geschöpf Gottes, also müßt ihr mich gleichfalls in Ehren halten.
Einer. Das wollten wir dir auch raten.
Pirzel (kehrt sich wieder zum Pfarrer). Nun-Eisenhardt. Herr Hauptmann, ich bin in allen Stücken Ihrer Meinung. Nur war die Frage, wie es den Leuten in den Kopf gebracht werden könnte, vom armen Stolzius abzulassen, und nicht Eifersucht und Argwohn in zwei Herzen zu werfen, die vielleicht auf ewig einander glücklich gemacht haben würden.