Stolzius. Der Herr Desportes müßte es denn besser wissen, als ich.

Haudy (rauchend). Der Rammler schwatzt immer in die Welt hinein, ohne zu wissen, was er red't und was er will.

Einer aus dem Haufen. Ich versichere Ihnen, Herr Stolzius, Desportes ist ein ehrlicher Mann.

Stolzius. Daran habe ich ja gar nicht gezweifelt.

Haudy. Ihr Leute wißt viel vom Desportes. Wenn ihn ein Mensch kennen kann, so muß ich es doch wohl sein, er ist mir von seiner Mutter rekommandiert worden, als er ans Regiment kam, und hat nichts getan, ohne mich zu Rat zu ziehen. Aber ich versichere Ihnen, Herr Stolzius, daß Desportes ein Mensch ist, der Sentiment und Religion hat.

Rammler. Und wir sind Schulkameraden miteinander gewesen. Keinen blödern Menschen mit dem Frauenzimmer habe ich noch in meinem Leben gesehen.

Haudy. Das ist wahr, darin hat er recht. Er ist nicht imstande, ein
Wort hervorzubringen, sobald ihn ein Frauenzimmer freundlich ansieht.

Rammler (mit einer pedantisch plumpen Verstellung). Ich glaube in der Tat—wo mir recht ist—ja es ist wahr, er korrespondiert noch mit ihr, ich habe den Tag seiner Abreise einen Brief gelesen, den er an eine Mademoiselle in Brüssel schrieb, in die er ganz zum Erstaunen verliebt war. Er wird sie wohl nun bald heuraten, denke ich.

Einer aus der Gesellschaft. Ich kann nur nicht begreifen, was er so lang in Lille macht.

Haudy. Wetter Element, wo bleibt unser Punsch denn—Madam Roux!!!