Anna

Um dich, um mich, um uns beide ist mir bang. Ich seh dich oft gar nicht. Du bist so fern, auch jetzt, wo du vor mir stehst. Und ich weiß, du siehst mich auch nicht. Mir ist, als ob wir zwei Blinde wären, die vergeblich mit den Händen nacheinander greifen. Du bist so tüchtig, so fest, so klug, aber es ist was in dir, was mich schreckt. Ganz, ganz nahe möcht ich oft zu dir und kann nicht, wie wenn einem das eigene Haus zugesperrt wär’.

Lang

(kopfschüttelnd, doch heimlich erleichtert)

Schau, schau, was für eine kleine Schwärmerin du bist!

Anna

(verletzt)

Nein, Karl Heinrich, wirf’s nicht mit einem Wort von dir. Bist doch sonst ein Feind von denen, die sich’s bequem machen. Mich sollst du dir auch nicht bequem machen.

Lang

(ablehnend)