DER ALTE:
Das ist schön, prächtig sogar. Wenn du dieses Verlangen wirklich hast und es nicht darin mißverstehst, wie du es befolgst, dann wärest du allerdings dazu geboren zu erzählen.
DER JUNGE:
Wie sollte ich es mißverstehen? Warum zweifelst du? Was gibt es denn Einfacheres?
DER ALTE:
Daß es keineswegs einfach ist, keineswegs selbstverständlich, könnte dich schon ein Blick auf die heutigen Erzeugnisse dieser Kunst lehren. Die Meisten wissen ja gar nicht mehr, was es heißt: eine Geschichte erzählen, und selbst die Begabtesten bringen lauter Zwitter- und Mißformen hervor.
DER JUNGE:
Du bist sehr streng wie immer. Ich glaube nicht, daß du recht hast. Niemals war so viel im Werk wie gerade jetzt. Auf allen Seiten wird es Tag.
DER ALTE:
Der ewige Irrtum der Jugend.