Auch des Sünders gedenkst du mit Huld! Ich schaue die Hügel
Bethlehems dort, und möcht’ ausrufen in jauchzender Wonne:
„Thauet, ihr Himmel, sanft! Strömt, Wolken, herab den Gerechten![4]
Oeffne dich, Erde, dem Keim’: ihm entsprieße der Retter Ihr Stämme
Israels, streckt die Zweige nur aus, und blühet, und traget
Köstliche Frucht: der Tag des Herrn ist nahe!“ So ruft einst
Laut ein Seher im Volk von Israel. Glühend verlang’ ich
Seine Tage zu schau’n — verklärt ihn am Tabor zu schau’n, ich,
Seliger! Doch Jahrhunderte flieh’n noch dunkel vorüber,
Eh’ er zerstöret das Reich der Sünd’ und des ewigen Todes;