Wahrlich, so du nicht bald vertreibest die Magd mit dem Knaben,
Denkend als Gatt’ und Vater der Pflicht um die Deinen, so bricht mir
Sicher das Herz, und mich tödtet mit unserm Erzeugten der Kummer!“
Glühender Schmerz durchzuckte die Brust des ehrwürdigen Greises,
Abraham, als er die Worte vernahm. Er sollte den Knaben,
Hagars Sohn, mit der Mutter zugleich auf immer entlassen,
Und er war ihm doch auch, gleich jenem der hohen Verheißung,
Isaak, ein theuerer Sohn, von der ewigen Huld ihm gewähret?
Aber er schwieg, und ging in des Abends sinkender Dämm’rung
Nach dem räumigen Zelt, in der einsamen Kammer zu ruhen.