Dich neun Monden trug, dich gesäugt und mit Liebe genährt hat

Seither! Höre mich an, mein liebes, mein einziges Kind du!

Hebe die Blicke zum Himmel empor — betrachte die Erd’ auch:

Sieh’, was dort, was hier, dein staunendes Auge gewahret,

Ist des Allmächtigen Werk, der Alles und Jedes erschaffen —

Auch den Menschen erschaffen aus Nichts, und geordnet mit Huld hat!

Fürchte darum, mein Kind, des Wüthrichs schmeichelnde Reden,

Aber fürchte die drohenden nicht! Erweise dich würdig

Deiner Brüder: zu leiden wie sie, und entgegen zu gehen

Muthig dem Tode wie sie, daß ich einst, am Tag des Gerichtes,