Durch Salmanassar, König von Assyrien, wurden zuerst die Zehen Stämme in die assyrische (II. B. der Könige 17. Cap. 6. Vers) und durch Nebukadnezar der übrige Theil in die babylonische Gefangenschaft geführt. (II. B. der Könige 23. Cap. 11. Vers.)
[20]Vers 281.
Bei den Götzendienern aller Nationen machten gewöhnlich die Opfer, dann Mahlzeiten und Tänze, das Wesentlichste der Festfeier aus, welche letztere oft in die höchste Unsittlichkeit ausarteten.
[21]Vers 285.
So sehr auch Aaron durch seine Nachgiebigkeit gegen das Begehren des Volkes: ein Götzenbild in der Gestalt eines goldenen Kalbes zu errichten, gefehlt hatte, so ist, bei der Dunkelheit dieser Stelle der h. Schrift, noch immer die Frage: ob er, nach II. B. Mosis 32. Cap. 5. Vers, wo es heißt: „da solches Aaron sah, erbaute er demselben einen Altar, und kündigte auf den folgenden Tag dem Jehova ein Fest an,“ — nicht die Absicht haben mochte, gerade durch die unsinnige Errichtung eines todten Götzenbildes in der Nähe des, im Donner- und Posaunenhall sich verkündenden, lebendigen, wahren Gottes, das Volk auf den rechten Weg zurückzuführen. Wirklich sehen wir auch in der Folge keinen Beweis, daß Jehova sein Benehmen dabei besonders gerügt hätte; vielmehr wurde er von ihm bald darauf zum Hohenpriester erwählt.
[22]Vers 293.
Apostelgeschichte II. Cap. 4. und 41. Vers.
[23]Vers 313.
Es war bei den Hebräern gebräuchlich, gewisse kurze Sinnsprüche zur öfteren Erinnerung in den sogenannten Denkzetteln (Tephilin, Philakteria) an der Stirne und den Armen zu tragen, und sie über die Thürpfosten und Thore zu heften. Die Worte: „Dem Herrn heilig,“ oder geweihet, waren auf ein Blättchen von Gold, welches über der Stirne von einem Ohre zum andern reichte, eingegraben. Sie war zugleich eine verzierende Einfassung der hohenpriesterlichen Tiare (Mütze, Horn), über deren Gestalt verschiedene Meinungen sind.