In Palästinas Gebirgen gab es geräumige Höhlen, in welchen oft zur Kriegszeit ganze Völkerschaften wohnten. Die Hebräer nannten sie צנקיס, und die Griechen: τρωγλοδύτης. — Siehe I. Buch Mosis 14. Cap. 6. Vers. — Das B. der Richter 6. Cap. 2. Vers.
[3]Vers 10.
Unter dem Götzen Baal wird oft die Sonne, und unter Astarte der Mond verstanden, welche beide Gestirne wohl einer der frühesten Gegenstände der Abgötterei waren. Baal, von welchem hier die Rede ist, und Astarte, von welcher sie weiter unten seyn wird, waren ohne Zweifel phönikische Gottheiten, und jener wahrscheinlich Herkules, der zu Tyrus einen Tempel hatte. — Siehe Jahns Archäol. III. T. §. 129. und 131.
[4]Vers 47.
Ungefähr 975 Jahre vor Christi Geburt geschah die Spaltung, wo das mächtige Reich Salomons, nach seinem Tode, in zwei Theile getrennt wurde. Rehabeam, sein Sohn, behielt nur die zwei Stämme Juda und Benjamin; die übrigen Zehn erwählten Jeroboam, den Sohn Nebat, zu ihrem Könige. Aus Furcht, seine Unterthanen möchten wieder zu dem Hause Davids übertreten, wenn sie zu den Festtagen nach Jerusalem wallfahrteten, stellte er zwei vergoldete Rinder, als Bilder Jehova’s, zu Bethel und Dan auf; bauete ihnen Tempel und Altäre; bestellte Priester; verlegte die Festtage um einen Monath später, und führte also die Abgötterei in Israel ein, wegen welcher ihm der Untergang seines Hauses verkündiget ward. Seine Residenz war zu Sichem und zu Thirzo. — (Siehe 1. Buch der Könige, 12. und 14. Cap.)
[5]Vers 59.
In den Prophetenschulen wurden junge Leute im Gesetze, in der Tonkunst und anderen Wissenschaften unterrichtet. Sie sollten die künftigen Lehrer des Volkes in der wahren Religion seyn.
[6]Vers 96.
Zarpath, oder Sarepta, war eine phönikische Stadt an der Küste des mittelländischen Meeres zwischen Tyrus und Sidon.