Schau’n mit sehnlichem Blick nach dem herrlichgestalteten Mann hin.
Nur kargt er mit den Worten: es wohnt stets düstere Schwermuth
Ihm auf der Stirn’ — und im Herzen nach euch unendliche Sehnsucht.“
Also sprach er, und harrte, bewegt, der entscheidenden Antwort.
Hedwig sann für sich hin; nach dauerndem Schweigen begann sie:
„Wohl ist Rudolphs trefflicher Sohn, der tapfere Hartmann,
Mir bekannt — ich ehre den edelgesinnten Jüngling;
Aber getrennt hat uns des Schicksals eherner Rathschluß,
Wandelnd in Haß, und nieversöhnliche Feindschaft der Aeltern
Herzen um uns: ich steh’, entledigt der frühen Verlobung.