Rüdiger Waldrams[5] dort, des muthigen Meisters der Bürger,

Der nun bald, ein schmähliches Opfer, dem Feinde verrathen,

Fällt durch euere Schuld, durch eure Verblendung, und Feigheit.“

Siehe, da grins’te vor Lust Drahomira den Helden in’s Antlitz;

Doch jetzt fuhren empor von dem Sitz die Versammelten alle;

Ballten die Faust vor Zorn, und wollten enteilen: nur einer,

Milota, regte sich nicht, und lächelt’ unheimlich für sich hin.

„Faßt euch,“ rief der König, bewegt, „die Königinn duldet

Schon seit jenem unseligen Tag, der uns, und die Völker

Böhmens beschimpft — dem Tage der Huldigung,[6] nagenden Kummer