Die Drahomira noch mehr empörte zu schrecklichen Thaten.
Als sie jetzt den Schlummernden sahn, der, blühender Jugend,
Noch im Schlafe das Schwert umklammert hielt mit der Rechten;
Durch die gesenkten Brau’n Wuth kündet’, und, stöhnend, von Rachgier
Mit den verzerreten Lippen sprach, da riefen sie freudig:
„Seht, den sandt’ uns Tyr,[2] der Gott des Kriegs und Verderbens:
Ihm gleich, hält er das Schwert umfaßt, und drohet im Schlaf noch
Schrecken dem Feind’. Er sey uns Führer im nächtlichen Raubzug!“
Also erweckt’ ihn ihr wildes Geschrei; sie faßten, und hoben
Ihn von der Erd’ empor; umhingen in Eile die Schulter