Erst dem Sänger des Frauenbuch’s,[10] deß’ Sohn ich mich rühme,

Sich zum Frommen zu weih’n: dann mir, als jener gestorben:

Denn mit unsäglichem Fleiß, in zierlichem Reim die Geschichten

Schreibend, folgt er mir treulich nach im Krieg’ und im Frieden.“

Doch nun trat im langen Talare der heilige Sänger

Leise herein. Er trug die tönende Harfe mit Vorsicht

Unter dem Arm, und grüßte die Schar — vor allen den Kaiser

Tief, und mit innigem Blick’. Erstaunt besann der Beherrscher

Deutschlands sich. Ihm schien: als hätt’ er ihn früher gesehen;

Nur vom lastenden Alter gebeugt, und ergrauet an Haaren