Fort noch heute g’en Prag! Ich sende dir muthige Scharen

Zum Geleit. Mit dir sey Gott! Kunegunde die Mutter

Meiner Kinder bist du! Erhabenes liegt in den Worten.

Halte sie wohl, die theuern! Gar viel ertrug ich des Schlimmen

Mit Geduld, um die Kindlein: denn mir fehlte der Sohn noch.

Ha, daß vielleicht, so mir die Heimkehr wird aus dem Kriegszug,

Schönere Tag’ uns blüh’n! Nur als Sieger siehst du mich wieder.“

Sagt’ es, und stand, verwendeten Blicks. Ihr rollten die Thränen

Ueber die Wangen herab: denn tief vorahnte sie’s: nimmer

Werde sie ihn mehr seh’n; doch scholl kein freundliches „Leb’ wohl!“