Muhamed und Attila treiben die Feinde eilender vor. Angriff Hairaddins in dem Olivengehölz. Die Spanier weichen. Mendoza führt sie wieder vor. Er wird verwundet. Garzia Lasso führt ihm die Reiterschar zu Hülfe. Erstürmung der Bergschanze. Hairaddin gebiethet erneuerte Schlacht. Muhamed bringt Garzia Lasso in große Gefahr, aus welcher ihn der Kaiser errettet. Mathildens Tod. Toledo dringt zur Höhle vor, und findet dort seine entseelte Gattinn. Heftiger Kampf an dem linken Flügel des Heeres. Ursini, der römische Feldherr, weicht; doch Alba bringt ihm mit den schwergeharnischten Reitern Hülfe, und zwingt auch Hairaddin zum Rückzug. Der Kaiser kommt zur Höhle, und führt Toledo nach dem Lager.
[Zehnter Gesang.]
Hannibal fordert den Sinam auf, das schwere Geschütz der Christen zu vernageln. Muhamed aber eilt mit Attila, und ihren Scharen nach dem Innern Aethiopiens, und erregt den Samum, daß er mit seinem Flammenhauch das christliche Heer vernichte. Giaffar stürmt die Schanze der Niederländer und Portugiesen, und vernagelt einiges Geschütz. Zweikampf. Don Ludwig tödtet den Giaffar. Sinam kommt den Seinen zu Hülfe. Heftiger Kampf. Der Samum nahet, wird aber von einem Unsterblichen zurückgetrieben. Erdbeben, Donner und Stürme wüthen. Der Kaiser befiehlt in denselben Goletta’s Erstürmung. Rückzug des Feindes. Die letzte Beschießung der Veste beginnt. Die geordneten Scharen der Christen dringen vor. Goletta erstürmt.
[Eilfter Gesang.]
Nacht. Hairaddin sinnt auf Selbstmord. Muhamed dringt in ihn, die Christensclaven zu tödten. Sinam bringt ihn von seinem Entschlusse ab. Die Einwohner von Tunis werden entwaffnet. Regulus bewegt den Renegaten, Medelin, daß er den Christensclaven die Bande löse. Des Kaisers Trauer. Gespräch mit Eberstein, dem er seinen Entschluß entdeckt, einst in der Einsamkeit sein Leben zu enden. Toledo ermannt sich. Morgen, Feier des Abendmahls. Begrabung der Todten. Aufbruch des Heeres nach Tunis. Hairaddin nahet von dort mit dem Heere. Der Angriff wird auf den folgenden Tag verschoben. Er sendet den Abu-Sa-id, das Lager der Christen, im Rücken, zu stürmen. Hugo entkommt dem Kerker, und bringt dem Kaiser von den Christensclaven Kunde.
[Zwölfter Gesang.]
Morgen. Der Kaiser gibt das Zeichen des Angriffs. Salis vereitelt Abu-Sa-ids List, und tödtet ihn. Schlachtordnung der Christen. Der Kaiser hält eine Rede an sie, und führt sie dem Feinde entgegen. Die Geister der Schlacht entrückt. Vorgefecht. Heftiges Schießen aus dem großen Geschütz. Angriff. Dragut von Toledo getödtet. Allgemeine Schlacht. Toledo von Hairaddin erlegt. Die Feinde dringen vor, und umzingeln del Guasto, der sich in der Stellung des Vierecks wehrt. Der Kaiser kommt ihm zu Hülfe, und verwundet den Hairaddin. Letzter mörderischer Kampf. Flucht der Türken. Hugo findet seinen getödteten Herrn, und begräbt ihn in der Höhle des Olivenwaldes, an der Seite seiner Gattinn. Der Vortrab dringt in die Stadt. Der Kaiser langt an den Thoren an, wo ihm die Aeltesten entgegen kommen. Befreiung der Christensclaven. Einzug zu Tunis!
Erster Gesang.
Tön’ o Heldengesang, die Waffenthaten des Kaisers
Carol, die er vollbracht’ auf dem wogenden Meer’ und dem Festland,