Vividus, et nisu magnos qui vinceret artus.
Er machte den Senat auf die Fehler seiner Heerführer aufmerksam; übte das ihm anvertraute Heer nach griechischer Kriegskunde zuvor ein; besiegte die Römer in der Schlacht von Tunis, und nahm den Consul A. Regulus mit dem Ueberreste seines Heeres gefangen. — Ihm war das stolze Bewußtseyn genug: eine ganze Nation dem Untergange entrissen zu haben: denn er kehrte gleich darauf wieder nach seinem Sparta zurück. (Siehe Fr. Mich. Vierthalers vortreffliche Philosophische Geschichte der Menschen und Völker V. B. S. 306.)
[16] Vers 212.
Attila, König der Hunnen, die aus Scythien kommend, sich in Pannonien niedergelassen hatten, gelangte im J. 434 zur Herrschaft. Nachdem er sich gerühmt: das Schwert Tyr’s, des Kriegsgottes, aufgefunden zu haben, ermordete er seinen Bruder Bleda, und entboth ein ungeheuer zahlreiches Heer, um als die Geißel Gottes, wie er sich nannte, die Erde verheerend zu durchziehen. Er fiel um das J. 441 zuerst in Thrazien ein, drang bis nach Armenien vor, und verwüstete dann das morgenländische Kaiserthum, zwingend den Kaiser Theodosius, den er überwunden hatte, ihm einen Tribut zu zahlen. Auf seinem zweiten großen Verheerungszuge nach Frankreich wurde er bei Chalons sur Marne, durch die vereinte Macht der Römer unter Aetius, und der Westgothen unter Theodorich, auf das Haupt geschlagen; zog sich über den Rhein zurück, und wandte sich zu dem dritten, gegen Rom selbst, da er Honoria, die Schwester Valentinian III., zur Ehe verlangte, und diese ihm abgeschlagen worden war. Er verwüstete ganz Ober-Italien, bei welcher Gelegenheit die Flüchtlinge auf den Inseln der Lagune dem berühmten Venedig den Ursprung gaben. Von der Zerstörung Roms hielt ihn der Papst, Leo der Große, ab. Er kehrte nach Pannonien zurück, wo er im J. 453, in der Nacht nach seiner Vermählung mit der baktrianischen Prinzessin, Ildiko, in seinem Blute erstickt gefunden ward. (Siehe Jornandes; und Bonfinii Hist. Decad. I. L. 7.)
[17] Vers 245.
Tyr nach der nordischen Götterlehre, der Sohn Odins, und der tapferste unter den Göttern, wie es bei den Griechen Ares war, den die Römer Mars benannten.
[18] Vers 321.
Kabesch. Kabes, eine Stadt im Königreiche Tunis von 25,000 Einwohnern. Sie liegt in dem Golf gleiches Nahmens, sonst auch die Kleine-Syrte genannt.
Dritter Gesang.
[19] Vers 26.