Man sehe Vogts Staats-Relationen. VI. Bandes 2. Heft.

[76] Vers 289.

Der Bauernkrieg in Franken und Schwaben wurde durch Johann Böhme, einen Bänkelsänger im Würzburgischen, veranlaßt, wo er Freiheit und Gleichheit aller Stände predigte. Der Krieg kam dort im J. 1525 zum Ausbruch, und kostete über 50,000 Bauern das Leben. Mehr als 180 Schlösser und Burgen lagen im Schutt, und 26 Klöster waren vernichtet. — Er verpflanzte sich auch nach Sachsen und Thüringen, wo Thomas Münzer, erst Schullehrer in Aschersleben, dann Prediger in Zwickau, sich mit dem Haupte der Wiedertäufer, Klaus Storch, verband, und später zu Altstedt in Thüringen die Gemeinschaft der Güter predigte. Er kehrte nach Sachsen zurück, verband sich mit einem andern Schwärmer, Pfeiffer, und sammelte einen großen Haufen Aufrührer um sich, bis er gegen die ausgesandten sächsischen, hessischen und braunschweigischen Heerhaufen (15. Mai 1525) die Schlacht verlor, sammt seinem Anhänger, Pfeiffer, gefangen, und in Mühlhausen hingerichtet ward. (Sleidan. de statu rel. L. 5. — Fabritius de orig. Sax.)

[77] Vers 293.

Der dreißigjährige Krieg (von 1618-1649) — eine Folge der Reformation — biethet ein Schauspiel unerhörter Grausamkeiten dar. Während diesen ward Deutschland von einem Ende zum andern durch Mord und Brand verödet, und um viele Millionen Menschen ärmer gemacht. Der westphälische Friede setzte ihm zwar ein Ziel; aber was durch ihn zerstört worden, wird wohl keine Zeit mehr ersetzen. (Siehe Schillers und Westenrieders Geschichte des dreißigjährigen Krieges.)

[78] Vers 315.

Die Geschichte von beinahe zwei Jahrzehenden vor der Völkerschlacht von Leipzig liefert die unwiderlegbaren Belege zu dieser Stelle!

[79] Vers 320.

18. Oktober 1813!!

[80] Vers 328.