„Berta! Berta!“ Wir haben uns doch so lieb!

Warum dieser Brief? Warum?....

Sonst freute ich mich immer auf den Sonntag.

Heute haßte ich ihn. Weil er mir zu viel Zeit zum Nachgrübeln brachte. Lange Stunden, die ich nicht in Arbeit ersticken konnte.

Ich war aufgeregt, streitsüchtig. Das machte die schlechte Laune. Die mußten die Knechte austrinken. Bei der Morgenfütterung blieb ich in den Ställen, bis sie mit der Arbeit fertig waren.

Als ich zur Kirche ging, hatte es schon abgeläutet. Ich kam später als sonst. Keinen Kameraden wollte ich treffen. Keinen Menschen wollte ich lachen sehen.

Neben mir, in der zweiten Reihe, saßen Mäsch Sisi und Wônesch Henriette.

Als ich nach ihnen umschaute, gingen meine Gedanken weit fort, über den Grünewald, hinüber ins Syrtal.

Nein, wie Berta, gab es kein zweites Mädchen. Wie ein blankes Goldstück unter altem Kupfergeld, so stach Berta unter allen hervor....