Sie lächelte wieder und erhob die bis jetzt gesenkten Augen.
— Du hörst doch, Alter Mensch, was sie von dir wollen.
Rings umher dröhnte es unaufhörlich: Bleibe bei uns.
Das war mir zu viel.
— Nein, rief ich hart, ich werde nicht bleiben! Ich werde nicht bleiben, denn ...
Und abermals wußte ich nicht, was ich sagen sollte. Wie konnte ich ihnen erklären, daß ich gehe, um die Erde zu sehen, den mächtigen und hellen Stern, nach dem ich mich so grenzenlos sehne, ohne sie in dem wahnsinnigen Irrtum zu bestärken, daß ich ein übernatürliches Wesen bin? ... Inzwischen war es still geworden. Ich blickte auf die Versammelten und bemerkte, daß diese Zwerge weinten! Sie weinten bei dem Gedanken, daß ich sie verlassen würde! Sie riefen nicht mehr, sie baten nicht, aber in ihren tränenvollen, auf mich starrenden Augen lag die Demut eines Hundes und ein Flehen, das lauter sprach als alle Worte. Sie dauerten mich unbeschreiblich.
— Ich werde von euch gehen, sagte ich mit weicher Stimme, aber noch nicht jetzt. Ihr könnt ruhig schlafen!
Ich hörte etwas wie ein Seufzen der Erleichterung, das sich ihren Kehlen entrang ...
— Und wenn ich einmal die Reise antrete, fügte ich hinzu, von einem plötzlichen Gedanken erfaßt, die Reise, dort nach Norden, wo der schönste Stern leuchtet, von dem ihr von mir und von Ada gehört habt, dann werde ich auch euch mit mir nehmen, damit ihr ihn seht und später euren Kindern und Kindeskindern davon erzählen könnt.
— Du bist groß, Alter Mensch, groß und gnädig! antworteten mir zahlreiche freudige Stimmen. Gehe nur nicht von uns auf diesen Stern, von dem du sprichst!