»Was ahnungsvoll den tiefen Busen füllet,

Es spricht sich nur in meinen Tönen aus;

Ein holder Zauber spielt um deine Sinnen,

Ergieß ich meinen Strom von Harmonien;

In süßer Wehmut will das Herz zerrinnen,

Und von den Lippen will die Seele fliehen;

Und setz' ich meine Leiter an von Tönen,

Ich trage dich hinauf zum höchsten Schönen.«

(Huldigung der Künste.)

Der Kreuzer war längst meinen Blicken entschwunden, längst war die liebe Weise verhallt und nun blickte ich zurück, wo im Osten noch die grünen Gipfel der heimatlichen Berge emporragten, als ob sie mit ihrem Grün mir die Hoffnung zu einer glücklichen Reise einflößen wollten. In voller Begeisterung nahm ich den Hut ab, nahm in Gedanken den letzten Abschied von dem Lande, wo meine Wiege stand und wo ich mein Teuerstes gelassen. Lange verweilte ich so, bis die Gipfel, von dem Schleier des immer höher aufsteigenden Meeres umhüllt, am Horizont verschwanden. Immer und immer wieder wandte ich mich um, um mir dieses entzückende Bild und dieses Gefühl der Begeisterung unauslöschlich einzuprägen. Vor mir lag wie eine unendliche Ebene ausgebreitet das ruhige spiegelglatte Meer und über dem ewigen Meer die unendliche Bläue.