(Ed. Haller, Kurzgefaßte Volkssagen über den Mückenberg. Mückenberg, 1880. S. 8.)

Zu der Zeit, da auf dem Mückenberge bei Graupen reiches Zinnerz brach, wurde noch nicht mit genügender bergmännischer Vorsicht gebaut, so daß infolge dessen ein großer Teil des Berges samt zwei Arbeiterhäuschen im 14. Jahrhunderte untergingen. Dadurch ist die große Pinge am Mückentürmchen entstanden. Damals lebten auch die drei Gebrüder Müchle als Zinngrubenbesitzer in der Gegend, von denen das Dorf Müglitz (Michlitz) abstammen soll.

539. Ursprung des Namens Wolkenstein.

(Köhler, Histor. Nachrichten von der Bergstadt Wolkenstein. Schneeberg, 1781, S. 3. O. Mosen, Reisehandbuch für das sächs. Erzgebirge, 1882, S. 65.)

Wolkenstein soll seinen Namen von der Höhe des Schlosses, indem es fast die Wolken erreiche, und von dem Steine oder Felsen, auf welchem es erbaut ist, führen. Nach anderen stammt der Name von seinem mutmaßlichen Erbauer Bolko von Waldenburg, weshalb es eigentlich Bolkenstein heißen müßte.

540. Ursprung des Namens Eibenstock.

(Oettel, Alte und neue Historie der Bergstadt Eibenstock, 1748, S. 1 u. 2.)

Man will vorgeben, es hätte ehedem an dem Orte, wo jetzt die Kirche von Eibenstock erbauet ist, eine Eibe gestanden, bei deren Stock die anfahrenden Bergleute sich versammelt hätten; davon soll der Name der Stadt herkommen. Auch wurde erzählt, es sei aus dem Stamme der Eibe das früher in der Kirche stehende Kruzifix, nach anderen aber der Pfeiler der Kanzel gemacht worden.

541. Der Name des Schlosses Pürstein.

(Erzgebirgs-Zeitung, 1880, S. 67.)