Auch das, was aus Unvorsichtigkeit verdorben wird, ist einem Diebstahl ähnlich. — Gegen den geringsten Schaden, den du deiner Herrschaft zufügest, must du nicht gleichgültig seyn, und denselben allemal auf die bestmöglichste Weise wieder zu erstatten und zu vergüten suchen.

Sey mäßig im Essen und Trinken; heimlich bereite dir keine Speise; am allergewissenhaftesten hüte dich, daß du nicht zu viel trinkest, und dich dadurch zum Dienste deiner Herrschaft untüchtig, und in den Augen deines himmlischen Herrn verwerflich machest.

Sey zufrieden mit Speise und Trank und Nachtlager. Du wirst es bereuen, wenn du dich an niedliche heimlich zubereitete Speisen gewöhnest.

Sey zufrieden mit allen Geschäften, die an dich kommen; sie seyen leicht oder schwer, angenehm oder widrig. Wenn auch etwa ungewöhnliche Geschäfte vorfallen, so laß dich dadurch nicht zur Ungeduld reitzen. Siehe auf Gott, die Ruhe deines Gewissens, und die himmlische Belohnung.

Arbeite fleißig in dem Dienst und nach dem Willen deiner Herrschaft.

Laß dich keinen Augenblick müßig finden.

Verschwätze deine Zeit, und deines Herrn und deiner Frau Zeit nicht.

Must du ausgehen, so säume dich ohne dringende Noth nicht auf dem Wege! Fange nicht an mit diesem oder jenem zu schwätzen, und darüber die Angelegenheit deiner Herrschaft zu versäumen, oder sie mit Ungeduld auf dich warten zu lassen.

Es ist Untreu, Ungehorsam, Beleidigung deiner Herrschaft, wenn du die Zeit, die du ihr schuldig bist, zu deinem Vergnügen, deiner Bequemlichkeit und nicht zum Vortheil und nach dem Willen deiner Herrschaft anwendest.