Die
Collection Spemann

ist in der Absicht begründet, den guten alten Brauch einer eigenen

„Hand- und Hausbibliothek“

wieder zu Ehren zu bringen. Neben dem vollberechtigten Interesse an der anziehenden Zeitungslektüre wollen wir die Freude an dem abgeschlossenen Buche wieder zu wecken suchen.

Keine Litteratur der Welt besitzt einen solchen Reichtum von eigenen wie von angeeigneten Werken unvergänglichen, klassischen Wertes, als gerade die deutsche. Wie die Werke unserer deutschen Geisteshelden dem Fortschritt der Menschheit die Wege gewiesen, so hat die Litteratur der ganzen Welt durch unsere Uebersetzungskünstler auf uns zurückgewirkt. Franzosen und Engländer, Russen und Italiener, Spanier und Skandinavier, Römer und Griechen mußten ihr Bestes hergeben — durch musterhafte Uebertragungen sind sie in unsere Litteratur aufgenommen. Romane, Novellen und Dramen, schildernde und sachlich belehrende Reisebeschreibungen, Memoiren und Geschichtswerke, naturwissenschaftliche und medizinische Schriften — ein unermeßlicher Reichtum des Besten und Edelsten ist unser.

Aber wem ist es geboten, für die Stunden der Muße und geistigen Erbauung sich aus dieser reichen Fülle das Edelste und Beste, das Brauchbare und Gute auszusuchen und zusammenzustellen zu einem wahren litterarischen Hausschatz? Nur wenig Bevorzugten! Die Gesammtheit des Lesepublikums ist mehr oder minder darauf angewiesen, es dem Zufall zu überlassen, was er ihm bietet oder was äußere Mittel zu erlangen gestatten.

Da ist es nun die „Hand- und Hausbibliothek“, deren Zusammenstellung bewährte und kenntnisreiche Männer leiten, die beseelt sind von dem schönen Gedanken, die geistigen Errungenschaften weitesten Kreisen zugänglich zu machen — die „Deutsche Hand- und Hausbibliothek“ die mit jedem neuen Band jenen Hausschatz bereichert und vermehrt in wohldurchdachter Wahl. Ja noch mehr, die den Genuß dessen, was sie bietet und bringt, erhöht und erweitert durch Einleitungen der namhaftesten Forscher, durch biographisch-kritische Vorworte gewissermaßen die engere Bekanntschaft zwischen Autor und Leser vermittelt.

Das deutsche Buch ist fast sprichwörtlich geworden durch seine hohen Preise, die nur Wenige zu erschwingen im stande sind. Fünf bis sieben Mark ist der gewöhnliche Preis einer Oktavbandes. Wir wagen es und geben unsere Bände

gebunden für 1 Mark,

ein Preis, wie er noch nie und nirgends aufgestellt ist.