Das verschmähte Immergrün;
Deine Blumen, wie sie glänzen,
Blühen nur, um zu verblühn.
Einmal durftest kühn Du hoffen,
Bräutlich grüßte das Geschick;
Einmal sahst Du Eden offen —
Hoff’ auf keinen zweiten Blick.
[2] Durch obige Worte veranlaßt, haben einige edle Frauen in Kopenhagen einen Versuch gemacht, die Lage der Halligprediger zu verbessern. So wenig nun auch das Resultat ihren Wünschen entsprach, so wollte ich doch nicht ihre Bemühungen mit Stillschweigen übergehen. Die Zinsen des zusammengebrachten Kapitals werden wenigstens dazu dienen, in der Zukunft einer etwaigen Witwe eines Halligpredigers einen kleinen Zuschuß zu dem dürftigen Witwengehalt zu geben, und so wird auch diesem Scherflein der Dank nicht fehlen. Auch ich, dem von einer dänischen Insel her das einzige Zeugnis ward, daß mein Wort für die Halligprediger nicht ganz ohne Anklang geblieben sei, nehme meinen Gruß an diese Insel, freilich in Erwartung eines reicheren Ausfalls damals dargebracht, nicht zurück und setze den letzten Vers dieses Grußes noch mit ebenso warmem Herzen hierher, wie ich ihn zuerst niederschrieb:
Hilfer hoit, i Gaedestoner,