[3] Man sehe Schneebergs Chronik von Karl Lehmann Theil I. Pag. 6. Das Silbererz wurde von Schneeberg nach Zwickau gefahren, wo bis zum Jahre 1510 die Münze war. Dies gab Veranlassung die Arme Ruh Silberstraße zu nennen.
[4] Kobalt (in böhmischer Sprache kowlty, d. h. vererzt, erzartig) ist das Mineral, aus welchem die Schmalte in ihren verschiedenen Qualitäten nach bleibenden Mustern bereitet wird. Diese blauen Farben werden hauptsächlich wegen ihrer Feuerbeständigkeit in den Porzellainfabriken verbraucht.
[5] Im Jahre 1842 hatte Schneeberg in seinem Reviere 1530 Arbeiter, von den Obersteigern abwärts gerechnet, und ein Ausbringen von 866,295 Thlr. 6 Gr.
[6] Nach Körners Nachrichten von Bockau heißt Eibenstock so viel als: Hibanj, ein Aufstand, Aufsitz der auswandernden Völker, und — stogk — ein Stand oder Stillstehen. Demnach ist ohne Zweifel Eibenstock der Ort, auf welchem sich die Wenden niederließen und anbaueten, weil ihre Freiheit und ihre heidnische Religion bedrohet waren, gleichwohl aber zu Anfange des 12. Jahrhunderts zur christlichen Religion bekehrt worden sind. Kein Ort im Erzgebirge trägt so viele Spuren des wendischen Ursprunges an sich, als Eibenstock, wie die Namen: Krottensee, Windisch-Wiesen, Windisch-Knok, Kunitzwald, Denitzgrund und Wilzbach und viele andere lehren.
[7] Im Jahr 1546 erging, nach Oettels und Lehmanns Chroniken, ein Befehl an den Hauptmann zu Schneeberg, in welchem Folgendes erfordert wurde: »Was die Gebrechen des Ampts Schwarzenberg anlangen thut, in denen wollen wir deiner Anzeigung nach, was die angemasten freien Höffe und gueter, welche in vor zeitten gar umb ein geringes auch zum Teil umbsonst, aus dem Rittergut vngeburlicherweiß, erlangt sevn mugen des Berichts gewertig sein, wie sie in irrer gelegenheit vnd umbkreis besichtiget vnd befunden worden, sampt den bestendigen vrsachen, mit was grundt, tittel vnd schein dieselben befunden; alsdann wollen wir uns darauf nach gehabter notturfftiger erwegung auch vernehmen lassen, damit den Sachen der pilligkeit nach abgeholfen werde.«
[8] Im Jahre 1537 soll Urban Männel das erste Haus erbauet, der Ort selbst aber schon 1596 eine eigene Kirche erhalten haben, nachdem er bis dahin nach Auerbach eingepfarrt war. Siehe Lehmanns Chronik.
[9] Die Staatswaldungen der sonstigen Kreisoberforstmeisterei zu Schneeberg mit Grünhayn und Stollberg halten 61,000 Acker, aus welchen jährlich ohngefähr 41,300 Klaftern geschlagen werden.
[10] Dr. Schmidt über die Zustände der Verarmung in Deutschland, ihre Ursachen und die Mittel ihnen abzuhelfen. Zittau und Leipzig 1837. Melchior Schüler, Geschichte des Landes Glarus, Zürich bei Schulthes 1836.
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