Breme.
Freilich genoss er ruhigere Tage als sein Enkel.

Martin.
Habt Ihr nicht auch das Bildnis Eures Vaters?

Breme. Leider, nein! Doch muss ich euch sagen: Die Natur, indem sie meinen Vater Jost Breme von Bremenfeld hervorbrachte, hielt ihre Kräfte zusammen, um euren Freund mit solchen Gaben auszurüsten, durch die er euch nützlich zu werden wünscht. Doch behüte der Himmel, dass ich mich über meine Vorfahren erheben sollte; es wird uns jetzt viel leichter gemacht, und wir können mit geringern natürlichen Vorzügen eine große Rolle spielen.

Martin.
Nicht zu bescheiden, Gevatter!

Breme. Es ist lautre Wahrheit. Sind nicht jetzt der Zeitungen, der Monatsschriften, der fliegenden Blätter so viel, aus denen wir uns unterrichten, an denen wir unsern Verstand üben können! Hätte mein seliger Großvater nur den tausendsten Teil dieser Hilfsmittel gehabt, er wäre ein ganz anderer Mann geworden. Doch, Kinder, was rede ich von mir! Die Zeit vergeht, und ich fürchte, der Tag bricht an. Der Hahn macht uns aufmerksam, dass wir uns kurz fassen sollen. Habt ihr Mut?

Albert.
An mir und den Meinigen soll's nicht fehlen.

Peter. Unter den Meinigen findet sich wohl einer, der sich an die Spitze stellt; ich verbitte mir den Auftrag.

Martin.
Seit den paar letzten Predigten, die der Magister hielt, weil der alte
Pfarrer so krank liegt, ist das ganze große Dorf hier in Bewegung.

Breme.
Gut! So kann was werden. Ich habe ausgerechnet, dass wir über
sechshundert Mann stellen können. Wollt ihr, so ist in der nächsten
Nacht alles getan.

Martin.
In der nächsten Nacht?