WILHELM (zerstreut). Nein.
FABRICE. Ich dächte, wir könnten uns beide erleichtern. Ich habe da mein väterliches Haus und bewohne nur den obern Stock, und den untern könntest du einnehmen; du verheiratest dich doch so bald nicht.—Du hast den Hof und eine kleine Niederlage für deine Spedition und gibst mir einen leidlichen Hauszins, so ist uns beiden geholfen.
WILHELM. Du bist gar gut. Es ist mir wahrlich auch manchmal eingefallen, wenn ich zu dir kam und so viel leer stehen sah, und ich muß mich so ängstlich behelfen.—Dann sind wieder andere Sachen—Man muß es eben sein lassen, es geht doch nicht.
FABRICE. Warum nicht?
WILHELM. Wenn ich nun heirate?
FABRICE. Dem wäre zu helfen. Ledig hättest du mit deiner Schwester
Platz, und mit einer Frau ging's ebensowohl.
WILHELM (lächelnd). Und meine Schwester?
FABRICE. Die nähm' ich allenfalls zu mir. (Wilhelm ist still.) Und auch ohne das. Laß uns ein klug Wort reden.—Ich liebe Mariannen; gib mir sie zur Frau!
WILHELM. Wie?
FABRICE. Warum nicht? Gib dein Wort! Höre mich, Bruder! Ich liebe Mariannen! Ich hab's lang überlegt: sie allein, du allein, ihr könnt mich so glücklich machen, als ich auf der Welt noch sein kann. Gib mir sie! Gib mir sie!