FABRICE. Sie sind ihm auch Mutter. (Marianne steht in Gedanken, Fabrice sieht sie eine Zeitlang an.) Macht Sie der Name Mutter traurig?
MARIANNE. Nicht traurig, ich denke nur so.
FABRICE. Was, süße Marianne?
MARIANNE. Ich denke—ich denke auch nichts. Es ist mir nur manchmal so wunderbar.
FABRICE. Sollten Sie nie gewünscht haben—?
MARIANNE. Was tun Sie für Fragen?
FABRICE. Fabrice wird's doch dürfen?
MARIANNE. Gewünscht nie, Fabrice. Und wenn mir auch einmal so ein
Gedanke durch den Kopf fuhr, war er gleich wieder weg. Meinen Bruder
zu verlassen, wäre mir unerträglich—unmöglich—, alle übrige
Aussicht möchte auch noch so reizend sein.
FABRICE. Das ist doch wunderbar! Wenn Sie in einer Stadt beieinander wohnten, hieße das ihn verlassen?
MARIANNE. O nimmermehr! Wer sollte seine Wirtschaft führen? wer für ihn sorgen?—Mit einer Magd?—oder gar heiraten?—Nein, das geht nicht!