FAUST.
Welch eine Wonne! welch ein Leiden!
Ich kann von diesem Blick nicht scheiden.
Wie sonderbar muß diesen schönen Hals
Ein einzig rotes Schnürchen schmücken,
Nicht breiter als ein Messerrücken!
MEPHISTOPHELES.
Ganz recht! ich seh es ebenfalls.
Sie kann das Haupt auch unterm Arme tragen,
Denn Perseus hat’s ihr abgeschlagen.
Nur immer diese Lust zum Wahn!
Komm doch das Hügelchen heran,
Hier ist’s so lustig wie im Prater
Und hat man mir’s nicht angetan,
So seh ich wahrlich ein Theater.
Was gibt’s denn da?
SERVIBILIS.
Gleich fängt man wieder an.
Ein neues Stück, das letzte Stück von sieben.
So viel zu geben ist allhier der Brauch,
Ein Dilettant hat es geschrieben
Und Dilettanten spielen’s auch.
Verzeiht, ihr Herrn, wenn ich verschwinde
Mich dilettiert’s, den Vorhang aufzuziehn.
MEPHISTOPHELES.
Wenn ich euch auf dem Blocksberg finde,
Das find ich gut; denn da gehört ihr hin.
Walpurgisnachtstraum
oder
Oberons und Titanias goldne Hochzeit
Intermezzo
THEATERMEISTER.
Heute ruhen wir einmal,
Miedings wackre Söhne.
Alter Berg und feuchtes Tal,
Das ist die ganze Szene!
HEROLD.
Daß die Hochzeit golden sei,
Solln funfzig Jahr sein vorüber;
Aber ist der Streit vorbei,
Das golden ist mir lieber.
OBERON.
Seid ihr Geister, wo ich bin,
So zeigt’s in diesen Stunden;
König und die Königin,
Sie sind aufs neu verbunden.
PUCK.
Kommt der Puck und dreht sich quer
Und schleift den Fuß im Reihen;
Hundert kommen hinterher,
Sich auch mit ihm zu freuen.