MEPHISTOPHELES:
Ihn sättigt keine Lust, ihm gnügt kein Glück,
So buhlt er fort nach wechselnden Gestalten;
Den letzten, schlechten, leeren Augenblick,
Der Arme wünscht ihn festzuhalten.
Der mir so kräftig widerstand,
Die Zeit wird Herr, der Greis hier liegt im Sand.
Die Uhr steht still—+
CHOR:
Steht still! Sie schweigt wie Mitternacht.
Der Zeiger fällt. +
MEPHISTOPHELES:
Er fällt, es ist vollbracht.
CHOR:
Es ist vorbei. +
MEPHISTOPHELES:
Vorbei! ein dummes Wort.
Warum vorbei?
Vorbei und reines Nicht, vollkommnes Einerlei!
Was soll uns denn das ew'ge Schaffen!
Geschaffenes zu nichts hinwegzuraffen!
"Da ist's vorbei!" Was ist daran zu lesen?
Es ist so gut, als wär' es nicht gewesen,
Und treibt sich doch im Kreis, als wenn es wäre.
Ich liebte mir dafür das Ewig-Leere.
Grablegung
LEMUR—SOLO:
Wer hat das Haus so schlecht gebaut,
Mit Schaufeln und mit Spaten?
LEMUREN—CHOR:
Dir, dumpfer Gast im hänfnen Gewand,
Ist's viel zu gut geraten.
LEMUR—SOLO:
Wer hat den Saal so schlecht versorgt?
Wo blieben Tisch und Stühle?
LEMUREN—CHOR:
Es war auf kurze Zeit geborgt;
Der Gläubiger sind so viele.