MEPHISTOPHELES:
Du hast dafür, was Schlund und Bauch begehrt.

NARR:
Und kaufen kann ich Acker, Haus und Vieh?

MEPHISTOPHELES:
Versteht sich! Biete nur, das fehlt dir nie.

NARR:
Und Schloß, mit Wald und Jagd und Fischbach? +

MEPHISTOPHELES:
Traun!
Ich möchte dich gestrengen Herrn wohl schaun!

NARR:
Heut abend wieg' ich mich im Grundbesitz!—

MEPHISTOPHELES:
Wer zweifelt noch an unsres Narren Witz!

Finstere Galerie

MEPHISTOPHELES:
Was ziehst du mich in diese düstern Gänge?
Ist nicht da drinnen Lust genug,
Im dichten, bunten Hofgedränge
Gelegenheit zu Spaß und Trug?

FAUST:
Sag mir das nicht, du hast's in alten Tagen
Längst an den Sohlen abgetragen;
Doch jetzt dein Hin- und Widergehn
Ist nur, um mir nicht Wort zu stehn.
Ich aber bin gequält zu tun:
Der Marschalk und der Kämmrer treibt mich nun.
Der Kaiser will, es muß sogleich geschehn,
Will Helena und Paris vor sich sehn;
Das Musterbild der Männer so der Frauen
In deutlichen Gestalten will er schauen.
Geschwind ans Werk! ich darf mein Wort nicht brechen.