Staatsrat in Erwartung des Kaisers.
Trompeten.

Hofgesinde aller Art, prächtig gekleidet, tritt vor.
Der Kaiser gelangt auf den Thron, zu seiner Rechten
der Astrolog.

KAISER.

Ich grüße die Getreuen, Lieben,
Versammelt aus der Näh und Weite.—
Den Weisen seh' ich mir zur Seite,
Allein wo ist der Narr geblieben?

JUNKER.

Gleich hinter deiner Mantelschleppe
Stürzt' er zusammen auf der Treppe,
Man trug hinweg das Fettgewicht;
Tot oder trunken, weiß man nicht.

ZWEITER JUNKER.

Sogleich mit wunderbarer Schnelle
Drängt sich ein andrer an die Stelle.
Gar köstlich ist er aufgeputzt,
Doch fratzenhaft, daß jeder stutzt.
Die Wache hält ihm an der Schwelle
Kreuzweis die Hellebarden vor—
Da ist er doch, der kühne Tor!

MEPHISTOPHELES:
am Throne kniend.
Was ist verwünscht und stets willkommen?
Was ist ersehnt und stets verjagt?
Was immerfort in Schutz genommen?
Was hart gescholten und verklagt?
Wen darfst du nicht herbeiberufen?
Wen höret jeder gern genannt?
Was naht sich deines Thrones Stufen?
Was hat sich selbst hinweggebannt?

KAISER:
Für diesmal spare deine Worte!
Hier sind die Rätsel nicht am Orte,
Das ist die Sache dieser Herrn.—
Da löse du! das hört' ich gern.
Mein alter Narr ging, fürcht' ich, weit ins Weite;
Nimm seinen Platz und komm an meine Seite.