Er strebt nach Wahrheit, hält jedoch mehr vom Gefühl derselben, als von ihrer Demonstration.

Er hat schon viel gethan und viele Kenntnisse, viel Lectüre; aber doch noch mehr gedacht und raisonnirt. Aus den schönen Wissenschaften und Künsten hat er sein Hauptwerck gemacht, oder vielmehr aus allen Wissenschaften, nur nicht den sogenannten Brodwissenschaften.


Am Rande dieses flüchtig hingeworfenen Brouillons fügt Kestner noch hinzu:

„Ich wollte ihn schildern, aber es würde zu weitläuftig werden, denn es läßt sich gar viel von ihm sagen. Er ist mit einem Worte ein sehr merkwürdiger Mensch.“

Weiter unten ferner:

„Ich würde nicht fertig werden, wenn ich ihn ganz schildern wollte.“

2.
Fragment eines Brief-Entwurfs,

aus Kestners Papieren.