Von Strasb. ziehe ich nach Paris, und hoffe mich da sehr wohl zu befinden, und vielleicht eine gute Zeit da zu bleiben. Und hernach — das weiss Gott, ob daraus was wird. Nun auf Ostern wird dann hoffentlich Ihre Verbindung vor sich gehen. Eh nun wenn es Ostern nicht ist so ist's Michael, und wenn es ja Michael nicht geschähe, so häng ich mich gewiss nicht.
Wenn ich Ihnen den Fächer und das Halstuch selbst brächte, und noch sagen könnte Mdlle. S. oder Käthgen S. wie sich's nun weissen würde. Eh nun da wär ich auch Docktor und zwar ein französcher Docktor. Und am Ende wäre doch Fr. Dockt. C. und Fr. Dockt. G. ein herzlich kleiner Unterschied.
Inzwischen leben Sie schöne wohl und grüssen Sie mir Vater Schönkopf und die l. Mutter und Freund Petern.
Mit Breitkopfs binn ich fast aus aller Connexion, wie mit aller Welt. Ich habe zwar, erst kurz Briefe, aber es ist mir nicht um's Herz zu antworten.
Stenzel liebt noch den Riepel den Pegauer[56] zum Sterben, mir kömmt es einfältig vor, und ärgerlich, Sie können Sich dencken warum. Die Trauben sind sauer sagte der Fuchs. Es könnte wohl noch gar am Ende eine Ehe geben, und das wär ein Specktackel, aber ich wüsste doch noch eine Ehe, die im noch ein grösserer Specktackel wäre. Und doch ist sie nicht unmöglich, nur unwahrscheinlich.
Wir haben uns hier schön eingericht. Wir haben ein ganzes Haus, und wenn meine Schwester heurahtet, so muss sie fort, ich leide keinen Schwager, und wenn ich heurahte so theilen wir das Haus, ich und meine Eltern, und ich kriege 10 Zimmer alle schön und wohl meublirt im Frankf. Gusto.
Nun Käthgen, es sieht doch aus als wenn Sie mich nicht möchten, freyen Sie mir eine von Ihren Freundinnen, die Ihnen am ähnlichsten ist. Denn was soll das Herumfahren. In zwei Jahren binn ich wieder da. Und hernach. Ich habe ein Haus, ich habe Geld. Herz was begehrst du? Eine Frau!
Adieu liebe Freundinn. Heut war ich einmal lustig, und habe schlecht geschrieben. Adieu meinen beste.[57]
[56] Horn wurde im Scherz der Pegauer genannt; Stenzel ist Constantie.