Franz. Hier, gnädige Frau.
Adelheid. Gab dir Karl ihn selbst?
Franz. Ja.
Adelheid. Was hast du? Du siehst so kummervoll.
Franz. Es ist Euer Wille, daß ich mich totschmachten soll; in den
Jahren der Hoffnung macht Ihr mich verzweifeln.
Adelheid. Er dauert mich—und wie wenig kostet's mich, ihn glücklich zu machen! Sei gutes Muts, Junge. Ich fühle deine Lieb und Treu, und werde nie unerkenntlich sein.
Franz (beklemmt). Wenn Ihr das fähig wärt, ich müßte vergehn. Mein
Gott, ich habe keinen Blutstropfen in mir, der nicht Euer wäre, keinen
Sinn, als Euch zu lieben und zu tun, was Euch gefällt!
Adelheid. Lieber Junge!
Franz. Ihr schmeichelt mir. (In Tränen ausbrechend.) Wenn diese Ergebenheit nichts mehr verdient, als andere sich vorgezogen zu sehn, als Eure Gedanken alle nach dem Karl gerichtet zu sehn-Adelheid. Du weißt nicht, was du willst, noch weniger, was du redst.
Franz (vor Verdruß und Zorn mit dem Fuß stampfend). Ich will auch nicht mehr. Will nicht mehr den Unterhändler abgeben.