Maria. Lerse.
Maria. Geh hinein und sieh, wie's steht.
(Lerse ab.—Elisabeth. Wächter.)
Elisabeth. Gott vergelt Euch die Lieb und Treu an meinem Herrn.
(Wächter ab.) Maria, was bringst du?
Maria. Meines Bruders Sicherheit. Ach, aber mein Herz ist zerrissen.
Weislingen ist tot, vergiftet von seinem Weibe. Mein Mann ist in
Gefahr. Die Fürsten werden ihm zu mächtig, man sagt, er sei
eingeschlossen und belagert.
Elisabeth. Glaubt dem Gerüchte nicht. Und laßt Götzen nichts merken.
Maria. Wie steht's um ihn?
Elisabeth. Ich fürchtete, er würde deine Rückkunft nicht erleben.
Die Hand des Herrn liegt schwer auf ihm. Und Georg ist tot.
Maria. Georg! der goldne Junge!
Elisabeth. Als die Nichtswürdigen Miltenberg verbrannten, sandte ihn sein Herr, ihnen Einhalt zu tun. Da fiel ein Trupp Bündischer auf sie los.—Georg! hätten sie sich alle gehalten wie er, sie hätten alle das gute Gewissen haben müssen. Viel wurden erstochen, und Georg mit: er starb einen Reiterstod.