Weislingen. Es ist geschehen; verzeiht mir, wenn Ihr könnt.
Bischof. Ich begreif nicht, was nur im geringsten dich nötigte, den Schritt zu tun! Mir zu entsagen? Waren denn nicht hundert andere Bedingungen, loszukommen? Haben wir nicht seinen Buben? Hätt ich nicht Gelds genug gegeben und ihn wieder beruhigt? Unsere Anschläge auf ihn und seine Gesellen wären fortgegangen—Ach ich denke nicht, daß ich mit seinem Freunde rede, der nun wider mich arbeitet und die Minen leicht entkräften kann, die er selbst gegraben hat.
Weislingen. Gnädiger Herr!
Bischof. Und doch—wenn ich wieder dein Angesicht sehe, deine Stimme höre. Es ist nicht möglich, nicht möglich.
Weislingen. Lebt wohl, gnädiger Herr.
Bischof. Ich gebe dir meinen Segen. Sonst, wenn du gingst, sagt ich:
"Auf Wiedersehn!" Jetzt—Wollte Gott, wir sähen einander nie wieder!
Weislingen. Es kann sich vieles ändern.
Bischof. Vielleicht seh ich dich noch einmal, als Feind vor meinen Mauern, die Felder verheeren, die ihren blühenden Zustand dir jetzo danken.
Weislingen. Nein, gnädiger Herr.
Bischof. Du kannst nicht nein sagen. Die weltlichen Stände, meine
Nachbarn, haben alle einen Zahn auf mich. Solang ich dich hatte—Geht,
Weislingen! Ich habe Euch nichts mehr zu sagen. Ihr habt vieles
zunichte gemacht. Geht!