Kaufmann. Allerdurchlauchtigster! Großmächtigster!
Kaiser. Wer seid ihr? Was gibt's?
Kaufmann. Arme Kaufleute von Nürnberg, Eurer Majestät Knechte, und flehen um Hülfe. Götz von Berlichingen und Hans von Selbitz haben unser dreißig, die von der Frankfurter Messe kamen, im Bambergischen Geleite niedergeworfen und beraubt; wir bitten Eure Kaiserliche Majestät um Hülfe, um Beistand, sonst sind wir alle verdorbene Leute, genötigt, unser Brot zu betteln.
Kaiser. Heiliger Gott! Heiliger Gott! Was ist das? Der eine hat nur eine Hand, der andere nur ein Bein; wenn sie denn erst zwei Hände hätten, und zwei Beine, was wolltet ihr dann tun?
Kaufmann. Wir bitten Eure Majestät untertänigst, auf unsere bedrängten Umstände ein mitleidiges Auge zu werfen.
Kaiser. Wie geht's zu! Wenn ein Kaufmann einen Pfeffersack verliert, soll man das ganze Reich aufmahnen; und wenn Händel vorhanden sind, daran Kaiserlicher Majestät und dem Reich viel gelegen ist, daß es Königreich, Fürstentum, Herzogtum und anders betrifft, so kann euch kein Mensch zusammenbringen.
Weislingen. Ihr kommt zur ungelegnen Zeit. Geht und verweilt einige
Tage hier.
Kaufleute. Wir empfehlen uns zu Gnaden. (Ab.)
Kaiser. Wieder neue Händel. Sie wachsen nach wie die Köpfe der Hydra.
Weislingen. Und sind nicht auszurotten als mit Feuer und Schwert und einer mutigen Unternehmung.