Das Volk. Chorus.
Geist des Himmels, Sohn der Götter,
Zürne nicht!
Frevlern deiner Stirne Wetter,
Uns ein gnädig Angesicht!
Hat der Lästrer das verbrochen,
Sieh herab, du wirst gerochen!
Schröcklich nahet sein Gericht.

[Hermes. Ihm folgt ein Trupp, den Einsiedler gebunden führend.]

Das Volk.
Höll und Tod dem Übertreter!
Geist des Himmels, Sohn der Götter,
Zürne deinen Kindern nicht!

Satyros [herabsteigend].
Ich hab ihm seine Missetat verziehn!
Der Gerechtigkeit überlaß ich ihn.
Mögt den Toren schlachten, befrein,
Ich will nicht dawider sein.

Das Volk.
O Edelmut!
Es fließe sein Blut!

Satyros.
Ich geh' ins Heiligtum hinein;
Und keiner soll sich unterstehn,
Bei Lebensstraf', mir nachzugehn!

Einsiedler [für sich].
Weh mir! Ihr Götter, wollet bei mir stehn!

[Satyros ab.]

Einsiedler.
Mein Leben ist in euren Händen,
Ich bin nicht unbereitet, es zu enden.
Ich habe schon seit manchen langen Tagen
Nicht genossen, nur das Leben so ausgetragen.
Es mag! Mich hält der tränenvolle Blick
Des Freundes, eines lieben Weibes Not
Und unversorgter Kinder Elend nicht zurück.
Mein Haus versinkt nach meinem Tod,
Das dem Bedürfnis meines Lebens
Allein gebaut war. Doch das schmerzt mich nur,
Daß ich die tiefe Kenntnis der Natur
Mit Müh geforscht und, leider! nun vergebens;
Daß hohe Menschenwissenschaft,
Manche geheimnisvolle Kraft,
Mit diesem Geist der Erd entschwinden soll.

Einer des Volks.
Ich kenn ihn; er ist der Künste voll.