Satyros [singt].
Dein Leben, Herz, für wen erglüht's?
Dein Adlerauge, was ersieht's?
Dir huldigt ringsum die Natur,
's ist alles dein;
Und bist allein,
Bist elend nur!

Arsinoe.
Der singt wahrhaftig gar zu schön!

Psyche.
Mir will das Herz in meiner Brust vergehn.

Satyros [singt].
Hast Melodie vom Himmel geführt
Und Fels und Wald und Fluß gerührt;
Und wonnlicher war dein Lied der Flur
Als Sonneschein;
Und bist allein,
Bist elend nur!

Psyche.
Welch göttlich hohes Angesicht!

Arsinoe.
Siehst denn seine langen Ohren nicht?

Psyche.
Wie glühend stark umher er schaut!

Arsinoe.
Möcht drum nicht sein des Wunders Braut.

Satyros.
O Mädchen hold, der Erde Zier!
Ich bitt euch, fliehet nicht vor mir.

Psyche.
Wie kommst du an den Brunnen hier?