Man ist nur eigentlich lebendig, wenn man sich des Wohlwollens andrer freut.
Frömmigkeit ist kein Zweck, sondern ein Mittel, um durch die reinste
Gemütsruhe zur höchsten Kultur zu gelangen.
Deswegen läßt sich bemerken, daß diejenigen, welche Frömmigkeit als
Zweck und Ziel aufstecken, meistens Heuchler werden.
"Wenn man alt ist, muß man mehr tun, als da man jung war."
Erfüllte Pflicht empfindet sich immer noch als Schuld, weil man sich nie ganz genug getan.
Die Mängel erkennt nur der Lieblose; deshalb, um sie einzusehen, muß man auch lieblos werden, aber nicht mehr, als hiezu nötig ist.
Das höchste Glück ist das, welches unsere Mängel verbessert und unsere Fehler ausgleicht.
Kannst du lesen, so sollst du verstehen; kannst du schreiben, so mußt du etwas wissen; kannst du glauben, so sollst du begreifen; wenn du begehrst, wirst du sollen; wenn du forderst, wirst du nicht erlangen; und wenn du erfahren bist, sollst du nutzen.
Man erkennt niemand an als den, der uns nutzt. Wir erkennen den
Fürsten an, weil wir unter seiner Firma den Besitz gesichert sehen.
Wir gewärtigen uns von ihm Schutz gegen äußere und innere
widerwärtige Verhältnisse.
Der Bach ist dem Müller befreundet, dem er nutzt, und er stürzt gern über die Räder; was hilft es ihm, gleichgültig durchs Tal hinzuschleichen.