»Gelt, Großvater, du kannst schon etwas erfinden, daß es nicht so geht, wie die Klara meint, und daß sie nicht auf einmal heim muß?«

»Jetzt gehen wir für diesmal auf die Weide, wie wir uns vorgenommen haben; dann wollen wir sehen, was weiter kommt«, sagte der Großvater. Die Kinder jubelten.

Er trat nun wieder in die Hütte zurück, holte einen guten Teil der Tücher heraus, legte sie auf den sonnigsten Platz an die Hütte hin und setzte Klara darauf. Dann holte er den Kindern ihre Morgenmilch und führte Schwänli und Bärli vor den Stall hinaus.

»Warum der nur so lange nicht von da unten heraufkommt«, sagte der Öhi vor sich hin, denn Peters Morgenpfiff war ja noch gar nicht ertönt.

Jetzt nahm der Großvater Klara wieder auf den einen Arm, die Tücher auf den andern.

»So, nun vorwärts!« sagte er vorangehend; »die Geißen kommen mit uns.«

Das war dem Heidi eben recht. Einen Arm um Schwänlis und einen um Bärlis Hals gelegt, wanderte das Heidi hinter dem Großvater her, und die Geißen hatten solche Freude, einmal wieder mit dem Heidi auszuziehen, daß sie es fast zusammendrückten zwischen sich vor lauter Zärtlichkeit.

Oben auf dem Weideplatze angelangt, sahen die Kommenden mit einemmal da und dort an den Abhängen die friedlich grasenden Geißen in Gruppen stehen und mittendrin den Peter, der Länge nach auf dem Boden liegend.

»Ein andermal will ich dir das Vorbeigehen vertreiben, Schlafpelz, was heißt das?« rief ihm der Öhi zu.

Der Peter war bei dem Ton der bekannten Stimme aufgeschossen.