Chemisch reines Gold.
Um chemisch reines Gold zu erhalten, löst man Gold in Königswasser auf, dampft die Lösung zur Trockne, löst das zurückbleibende Goldchlorid in Wasser und fällt das Gold daraus durch Eisenvitriollösung:
| Goldchlorid 2(AuCl3) | geben | Gold 2Au | ||
| Eisenvitriol 6FeSO4 | Schwefelsaures Eisenoxyd 2Fe2 3SO4 | |||
| Eisenchlorid Fe2Cl6 |
Nach Jackson erhält man das Gold in Gestalt eines gelben Schwammes, wenn man zu concentrirter Goldchloridlösung kohlensaures Kali und eine ziemliche Menge krystallisirter Oxalsäure setzt und die Lösung rasch bis zum Sieden erhitzt;
| Goldchlorid 2(AuCl3) | geben | Gold 2Au | ||
| Oxalsäure 3C2H2O4 | Salzsäure 6ClH | |||
| Kohlensäure 6CO2 |
Auch das Wasserstoffsuperoxyd schlägt (nach Reynolds) das Gold aus der sauren Lösung in schönen metallglänzenden Flittern nieder:
| Goldchlorid 2(AuCl3) | geben | Gold 2Au | ||
| Wasserstoffsuperoxyd 3H2O2 | Salzsäure 6ClH | |||
| Sauerstoff 6O. |
Eigenschaften des Goldes.
Man wendet zum Fällen des Goldes zuweilen auch Chlorantimon oder Chlorarsen an. Das nach dem einen oder dem anderen Verfahren erhaltene Gold wird in einem Graphittiegel unter einer Boraxdecke umgeschmolzen.